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Die Rechtsmittel zeigen Wirkung

Kameraden!

Betreffend unseres Anliegens, alle Absolventen der TherMilAk in MBO 1 einzustufen, dürfen wir wie folgt informieren:

Die ergriffenen Rechtsmittel zeigen Wirkung!

Durch unsere Initiative und die Bereitschaft von Kameraden, sich einem Arbeitsplatzbewertungsverfahren zu unterziehen, kommt Bewegung in unsere Sache! Das gesamtstaatlich für das Personal verantwortliche BKA hat gemäß der gestellten Anträge mit Besichtigungen von Arbeitsplätzen begonnen. Dieser Schritt ist der erste, der für ein ordentliches Rechtsverfahren notwendig ist! Zugleich werden jetzt die „Ablagen“ in der Interpretation der Rechtsnormen sichtbar, die zu verhandeln oder mit Rechtsmitteln zu bekämpfen sind. Wir sind weiterhin fest entschlossen, das zu tun!

Der Druck steigt!

Seit Jahren treten wir dafür ein, den Hochschulabschluss, der als Voraussetzung für die Ausübung des Offiziersberufes verlangt wird, im für uns zutreffenden Dienst- und Besoldungsrecht als akademische Qualifikation anzuerkennen. Bewegt hat sich bisher… sagen wir hier zur Einhaltung der Etikette einmal: wenig.
Und genau jetzt ereilen uns seltsame Wortmeldungen! Diskutiert werden neben Bewertungsprozessen, Inhalten, und anderen für den Arbeitsplatz wichtigen Aspekten etwas fast überraschend anmutendes: Sind unsere militärischen Arbeitsplätze überhaupt „militärisch“?

In Zeiten, in denen nicht einmal der Einsatz von Zivilpersonen im Inlandseinsatz gemäß Wehrgesetz eindeutig geklärt ist, darf eine solche Wortmeldung vermutlich als „Verhandlungsoptimierungsäußerung“ gesehen werden. Es wäre ja mehr als absurd, wenn man Arbeitsplätze in einer militärischen „High Risk Entity“ so bewerten würde, als ob diese scheinbar von Zivilpersonen ohne militärisch umfassende Ausbildung „ohne Qualitätsverlust“ erledigt werden könnten! Wir dürfen diese Wortmeldungen daher auch so interpretieren, dass einzelne Gegenpositionen sich zunehmend unter Druck gesetzt sehen dürften.

Wir kämpfen weiter! Gerne Gemeinsam!!!

Selbstverständlich sehen wir, dass alle involvierten Parteien für das gesamtstaatliche Wohl eintreten, von unserer eigenen Dienstbehörde, der GDLV, dem für das Personal verantwortlichen BKA, … bis hin zu unseren Mitgliedern und uns selbst. Umso mehr sind die unterschiedlichen Blickwinkel auch wichtig, denn sie zeigen im Diskurs verschiedene Notwendigkeiten auf. Erst durch Integration dieser Aspekte kann es uns allen gelingen, dass eine nachhaltige und funktionale Lösung gefunden werden kann. Darauf aufbauend sind wir nicht nur offen für sondern heißen konstruktive Dialoge in der Anerkennung des Berufsoffiziers als akademischen Beruf herzlich willkommen! Schließlich war die in der Vergangenheit getroffene Entscheidung den Berufsoffizier mangels „Universität“ als „Maturant“ zu besolden nachvollziehbar. Die aus rechtshistorischer Sicht und damit auch aus aktueller Interpretation der Rechtslage erfolgende Bewertung mag stimmig sein, weil „es halt immer schon so war“. Legitim ist dies aber nicht, denn der Offizier war seit jeher militärwissenschaftlich ausgebildet. Die Militärwissenschaft geht Jahrhunderte (nehmen wir Sun Tzu her, dann sogar Jahrtausende) in die Vergangenheit zurück. Und deshalb kämpfen wir weiter! Bis der Berufsstand so anerkannt wird, wie es der Profession entsprechend sein muss! Denn wir alle dürfen lernen und uns weiterentwickeln!

In diesem Sinne werden wir weiterkämpfen, für unseren Berufsstand, für das Österreichische Bundesheer und für Österreich!

Für den Vorstand:
Der Präsident:
Dr. Siegfried Albel, Obst i.R.

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